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Südamerika


Brasilien: Gewalt gegen indigene Bevölkerung alarmierend Drucken E-Mail
Tuesday, 10. August 2010
von CIMI   
60 Morde, 19 Selbstmorde, 16 Mordversuche sind nur ein Teil der Auflistung des Indianermissionsrates (CIMI). Insgesamt gibt es kaum Abweichungen zu 2008 und es trifft die indigene Bevölkerung in allen Landesteilen. Am 9. Juli präsentiert CIMI den alarmierenden Bericht auf der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB), vorgetragen durch den Generalsekretär Dom Dimas Lara, der Koordinatorin Lucia Helena Rangel – Ph.D. Antthoropologin vom PUC Sao Paulo, CIMI-Präsident Bischof Erwin Kräutler, CIMI-VizePräsident Roberto Antonio Liebgott.

Arten der Gewalt
Roberto A. Liebgott, Vizepräsident CIMI sagte, der Bericht belege „das Nichthandeln als politische Option der förderalen Regierung im Verhältniß zur indigenen Bevölkerung“. Die verschiedenen Formen der Gewalt, wie die Nicht-Gebietsdemarkierung, der Aushöhlung des Schutzes indigener Gebiete, der Vernachlässigung von Gesundheit und Bildung; Angriffe auf Lager und Dörfer im Bereich von Straßen, aber auch gegen in Isolation lebenden Gruppen; das Foltern durch Offiziere der Bundespolizei sowie Suizide und weitere Gewalttaten.

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Chile: Politische Häftlinge der Mapuche im Hungerstreik Drucken E-Mail
Thursday, 5. August 2010
von FdN   
Seit drei Wochen stehen mehr als 20 politische Häftlinge der Mapuche-Indianer in Chile im Hungerstreik. Sie fordern die sofortige Freilassung aller politischen Mapuche-Gefangenen, die Abschaffung der Militärgerichte und Anti-Terror-Gesetze, die noch aus der Zeit des Diktators Pinochet stammen. Der Hungerstreik begann am 12. Juli 2010 mit fünf Häftlingen im El Manzano Gefängnis in Conception und 13 weiteren im Zuchthaus von Temuco. Die Gruppe repräsentiert damit etwa ein Drittel aller Mapuche, die aufgrund der berüchtigten Anti-Terror-Gesetze in Chile inhaftiert sind. Laut dem Women’s Coordinating Committee Chile-Canada (WCCC) haben sich mehrere Mapuche Gemeinschaften mit den in Hungerstreik befindlichen Häftlingen solidarisiert, u.a. aus Rankilko, Newen Mapu und Juana Millahual.

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Peru: Präsident Garcia stoppt Indigenen-Schutzgesetz Drucken E-Mail
Thursday, 1. July 2010
von FdN   
Der peruanische Präsident Alan Garcia hat seine Zustimmung über ein Gesetz verweigert, dass den Indigenen in Peru mehr Macht eingeräumt hätte umstrittene Öl- und Minenprojekte in ihren Stammesgebieten rechtlich unterbinden zu können. Obwohl das Gesetz auf demokratischem Weg bereits vom Kongress verabschiedet worden war, erklärte Garcia: „Indigene Gemeinschaften dürften nicht in die Lage versetzt werden Entwicklungen verhindern zu können, die für alle Peruaner von Vorteil wären.“ Damit hat sich Garcia erneut gegen bestehende UN Beschlüsse und Forderungen gestellt, was bei der Opposition, Menschenrechtsorganisationen und Indigenen Gruppen auf massiven Protest stößt. Bedrückende Parallelen zum Nachbarland Brasilien sind offensichtlich. Dort hatte Präsident Lula den seit Jahrzehnten umstrittenen Belo Monte Staudamm gegen massive Proteste aus dem In- und Ausland durchgesetzt (Siehe: Kayapo rüsten zum Krieg gegen Belo Monte).

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Brasilien: Kayapo rüsten zum Krieg gegen Belo Monte Drucken E-Mail
Friday, 23. April 2010
von FdN   
Nach der Versteigerung der Lizenzen für den Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Belo Monte am 20. April, haben die Kayapo am Amazonas den Kriegszustand erklärt. Entgegen mehrerer Gerichtsbeschlüsse und massiven internationalen Protesten war von der brasilianischen Regierung Lula die Versteigerung durchgedrückt worden. Mit dem Bau des Wasserkraftwerks würden die Lebensgrundlagen mehrerer indigener Völker am Xingu-Fluss vernichtet. Luis Xipaya, ein indianischer Führer, warnte: „Es wird ein Blutvergießen geben und die brasilianische Regierung wird dafür die Verantwortung übernehmen müssen.“

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Paraguay: Naturkunde der Ayoreo Projekt Update Drucken E-Mail
Thursday, 22. April 2010
von Karin Albers   
Das Projekt "Unterricht der Naturkunde der Ayoreo" ist gut angelaufen und wird sogar größer, als ursprünglich geplant. In Deutschland wurden € 2.000,- zur Unterstützung des Projektes gesammelt. Das Projekt betrifft das Ayoreo Volk in Paraguay in den Departamenten: Boquerón y Alto Paraguay. Es handelt sich insgesamt um eine Summe von rund € 30.000,-. Diese Kosten werden von verschiedenen Institutionen geteilt: ein Teil kommt direkt vom Haushalt des Ministerio de Educación y Cultura (MEC), ein weiterer, grosser Teil wird von BID über „Escuela Viva“ beigesteuert, auch UNICEF unterstützt schon seit Beginn finanziell die Forschungsarbeit und ist zu dem Projekt positiv eingestellt. Die paraguayische Bischofskonferenz (CEP) in der  Coordinación Nacional de Pastoral Indígena (CONAPI) ist seit dem Gesetzentwurf für indigene Schulerziehung (Gesetz Nr. 3231/07 nicht nur mit Ausarbeitung und Planung, sondern auch immer mit finanzieller Unterstützung direkt dabei. In dieser Reihe beteiligt sich auch Almafilm unsere Organization mit ihren Beiträgen. Die finanziellen  Mittel werden über die Generaldirektion für Indigene Schulbildung (Dirección General de Educación Escolar Indígena (DGEEI) vom Ministerium de Educación y Cultura (MEC) in die Tat umgesetzt.
 
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