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West Papua: Der Kampf Papuas tritt in eine neue Phase |
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Wednesday, 18. August 2010 |
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von FdN
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Die Papua Bewegung agiert mit einer neue strategischen Reife in ihrem
Streben nach Autonomie, sagt Jason McLeod. Protest in Papua ist nichts
neues. Seit Suharto vor mehr als 12 Jahren gestürzt wurde, gibt es jede
Woche Demonstrationen in Jayapura und anderen Städten in Indonesiens
unruhigen Pazifischen Außenregionen. Es gibt kein Recht auf freie
Meinungsäußerung in West Papua. Studenten gehen auf die Straße, und die
Polizei verhaftet oder verprügelt sie. Oft machen sie beides, füllen die
Gefängnisse mit politischen Gefangenen, deren einziges Vergehen der
gewaltlose Protest ist. Aber dieses Mal scheinen die Dinge anders.
Studenten sind nicht die einzigen, die demonstrieren. Pastoren und NGO
Mitarbeiter, die sich sonst eher zögerlich in Massenaktionen involvieren
lassen, schließen sich ihnen an. Die Einwohner Papuas sprechen über ein
neues Gefühl in der Bewegung. Sogar verschiedene konkurrierende zivile
Widerstandsgruppen (das Papuan Presidium Counsil PDP, die West Papua
National Authority WPNA, und die West Papua National Coalition for
Liberation WPNCL) arbeiten zusammen auf dasselbe Ziel zu: die Ablehnung
des Speziellen Autonomiegesetztes, gemeinhin bekannt als Otsus, ein
Paket des Finanzwesens, der Gesetzgebung und Politik, eingeführt im Jahr
2001 um Papuas Forderungen nach Unabhängigkeit von Indonesien zu
unterdrücken.
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PNG: Ureinwohner werden Ihrer Landrechte beraubt |
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Monday, 19. July 2010 |
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von FdN
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Indigene Landbesitzer sind von der Regierung Papua Neu Guineas (PNG)
ihrer von der Verfassung geschützten Landrechte beraubt worden. Ohne
Warnung oder Rücksprache hat die Regierung von PNG am 27. Mai 2010 ein
Notstandsgesetz erlassen, dass die verfassungsmäßigen Rechte aller
Landbesitzer in PNG auflöst, einschließlich des Rechts der Ureinwohner
Land zu besitzen, Rohstoffprojekte vor Gericht anzufechten und eine Form
der Kompensation für Umweltschäden zu erhalten. Die treibende Kraft
hinter dieser Gesetzgebung und ihrer Geheimhaltung war das “Nationale
Interesse”, dass nämlich große Minen- und Ölprojekte im Interesse der
Wirtschaft nicht behindert werden (so auch im Vorwort des Textes).
Auslöser des Gesetzes ist ein aktuelles Minenprojekt Chinesischer
Investoren in der Provinz Madang, das jetzt sogar die offizielle
Erlaubnis erhielt, seinen Abfall einfach im Meer zu versenken. Ein
offizieller Regierungsbericht bestätigt, dass sich der Müll, entgegen
der von chinesischer Seite verbreiteten Informationen, weit über die
betroffenen Meeresgebiete verteilen wird. Der Widerstand der lokalen
indigenen Landbesitzer ist entsprechend groß.
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West Papua: 20.000 demonstrieren für Unabhängigkeit (Fotostrecke) |
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Saturday, 10. July 2010 |
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von FdN
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Über 20.000 Papua haben am 8. und 9. Juli 2010 in Jayapura für ein neues Referendum und damit für ihre Unabhängigkeit von Indonesien demonstriert. Die Demonstration war vom Papua Democracy Forum organisiert worden mit der Botschaft an Jakarta: „Wir weisen die Spezielle Autonomie zurück und fordern ein neues Referendum!“ Die Demonstration folgte einem Protestmarsch am 17. Juni 2010 bei dem das Papua People’s Council (MRP) eine Aufhebung der Speziellen Autonomie für West Papua gefordert hat. Im Jahre 2001 hatte Jakarta der seit 1963 okkupierten Provinz West Papua eine Spezielle Autonomie eingeräumt in der Hoffnung damit die Unabhängigkeitsbestrebungen der Papuas zu brechen. Eine Illusion wie sich heraus stellt.
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West Papua: Ein Viertel der Wälder bereits gefällt |
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Monday, 10. May 2010 |
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von FdN
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Der Direktor für den Schutz und die Bewahrung der Wälder im
Forstwirtschaftsministerium hat gewarnt, dass das von Wald bedeckte
Gebiet in Papua und West Papua um 25 % abgenommen habe, seit der Ära
„reformasi“ (die sogenannte Reform-Ära nach Suharto, die im Mai 1998
begann). Grund dafür ist der großflächige illegale Holzeinschlag,
genauso wie das Fällen von Bäumen um Platz zu schaffen für Straßen,
Siedlungen, Nahrungsmittelanbau, und für die rapide Schaffung neuer
Distrikte und Unter-Distrike in beiden Landesteilen. Die Größe des
bewaldeten Gebietes ist von 31.5 Millionen Hektar auf 23 Millionen
Hektar geschrumpft. Als offizieller Mitarbeiter erklärte Darori, dass
illegaler Holzeinschlag in massivem Ausmaß stattfindet, obwohl diese
Wälder die letzen Urwälder Indonesiens seien und sich ihre Rolle in der
Wirtschaft geändert habe. Das meiste Holz wird nach China exportiert.
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West Papua: SOS, Proteste und Verhaftungen (Fotostrecke) |
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Tuesday, 23. March 2010 |
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von FdN
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Am 22. März 2010 haben Demonstranten in Jayapura für die Unabhängigkeit
West Papuas demonstriert. Sie forderten u.a. ein neues Referendum, das
den politischen Status West neu regeln soll. Bei der Demonstration wurden 15
Aktivisten des Nationalen Komitees West Papuas von der Polizei
festgenommen. Unter den Festgenommenen sind: Slamet Kosay, Ani Awek,
Yason Sambom, Warius Wetipo, Werianus Kogoya, Oteran Kogoya, Yusuf
Weani, Taris Kulla, Emson Kogoya, Elias Donami, Isak Nawipa, Kassy
Tabuni, Ruth Youw, Ademus Wenda und Elly Yikwa.
Update um 20 Uhr: Inzwischen haben uns weitere Meldungen erreicht, dass es auch Demonstrationen in Sorong, Manokwari, Wamena und Seruin gegeben hat und insgesamt 28 Papuas verhaftet worden sind!
Das Vorgehen der Polizei zeigt erneut die äußerst angespannte Lage in
West Papua, wenn es um Meinungsäußerungen geht. Den Protesten voraus
ging ein Internationales Statement des Traditionellen Papua Rates, dass
im Kern West Papua als einen von Indonesien okkupierten unabhängigen
Staat begreift.
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