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Mitteilungen


Selbstbestimmung zu begrenzen, ist ein aussichtsloser Kampf Drucken E-Mail
Tuesday, 17. August 2010
von FdN   
Bis jetzt ist eine Woche vergangen, ohne dass die Katastrophe eingetreten ist. Eine Woche, seit der Internationale Gerichtshof urteilte, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo aus dem Jahr 2008 nicht gegen internationales Recht verstößt – eine Entscheidung, von der erwartet hätte werden können, dass sie die Schleusentore für die zahlreichen unterdrückten Völker öffnet, die gerne ihren eigenen Staat gründen würden.
Vermutlich die Mehrzahl der weltweit real und potentiell bewaffneten Konflikte dreht sich um die Frage der Selbstbestimmung, was es umso bemerkenswerter macht, dass die Frage hinter dem Kosovo-Konflikt noch nie vor Gericht behandelt wurde – trotz der Tatsache, dass die Unterstützung zur Unabhängigkeit eine der Gründungsprinzipien der UN Charta ist. Dieser Fall wurde durch die UN Generalversammlung vor Gericht gebracht, auf Antrag Serbiens, das Anspruch auf den Kosovo erhebt und auf ein Urteil gehofft hat, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung für illegal erklärt. Obwohl die Entscheidung letzte Woche einige Beachtung in den Medien erhielt, lohnt es sich durchaus, das Urteil in seiner vollen Version zu lesen, um zu erfahren, warum diese Hoffnung enttäuscht wurde, und auch die Auswirkungen dieser Entscheidung relativ bescheiden zu sein scheinen.

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Aktuelles FdN Infoheft 52 als Download Drucken E-Mail
Monday, 12. April 2010
von FdN   
Unser neues FdN Infoheft Nr. 52 steht ab sofort unter Medien und Dokumente als Download bereit. Die behandelten Themen sind diesmal: Der Belo Monte Staudamm in Brasilien, die IPWP Gründung in Papua Neuguinea, unser Aeta Projekt auf den Philippinen, die Ogiek in Kenia und die Ayoreo in Paraguay. Sie können jedoch das PDF direkt auch hier herunter laden: Infoheft Nr. 52.pdf (1,3 MB)

Update Infoheft:
Unser Übersetzerteam arbeitet daran, dass wir in Zukunft unser Infoheft auch in einer englischen Version anbieten können. Freiwillige Helfer sind weiterhin herzlich willkommen und können uns über unser Kontaktformular mit dem Betreff "Übersetzung" kontaktieren. Danke!


 
Veranstaltung: Kanadischer Holocaust am 23.4.2010 Drucken E-Mail
Thursday, 4. March 2010
von FdN   
Kevin Annett wird mit Unterstützung von FdN am 23.4. 2010 um 20.00 Uhr im Kino in 29479 Platenlaase im Wendland über den Völkermord an den „First Nations“ durch Kirche und Staat sprechen.
                        
Der kirchliche Missionsdrang in Kanada hatte weitaus schlimmere Folgen als das was uns gerade an Informationen über Kindesmisshandlung und -missbrauch aus deutschen Jesuitenschulen erreicht. Schätzungsweise zwischen 50.000 bis 100.000 indianische Kinder haben dort im letzten Jahrhundert gewaltsam den Tod in christlichen Residential Schools gefunden. 1920 durch den Staat per Gesetz beschlossen, wurde erst 1996 in Saskatchewan die letzte dieser Schulen geschlossen. Mehr als 200.000 Kinder wurden seitdem in diesen Schulen „christianisiert“ was im Klartext auch medizinische Versuche, Missbrauch, Zwangssterilisation und Folter bedeutete. Der Indianer im Kind sollte getötet werde, deshalb wurde das System der Residential Schools eingerichtet.

„Alle Archive zum Genozid an den Indianern müssen von Kirche und Staat offengelegt werden, und der Internationale Gerichtshof muss die Verfahren gegen die Schuldigen führen“ fordert Kevin Annett, ein ehemaliger Pastor, der sich mit der Organisation „Friends and Relatives of the Disappeared“ (FRD) für die Betroffenen der Residential Schools einsetzt. Mehr
 
Deutschland/Kanada: Gewalt in kirchlichen Internaten Drucken E-Mail
Tuesday, 23. February 2010
von Administrator   
Gerade kocht in den deutschen Medien das Thema der Gewalt und des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Internaten auf. In Kanada war die kirchlich organisierte Gewalt an indianischen Kindern noch weit aus schlimmer. Der kanadische Geistliche Rev. Kevin Annett[1] deckt als "Whistleblower" seit mehr als 15 Jahren die Verbrechen in den Internatsschulen für indianische Kinder (Residential Schools) auf, die in Kanada bis 1969 von den Kirchen (und noch bis 1996 vom Staat) betrieben wurden. Allein nach offiziell akzeptierten Schätzungen starben dort mindestens 50.000 Kinder. Die Todesrate nach fünf Jahren Schulbesuch lag zumindest bis in die 1930er Jahre hinein zwischen 35 und 60 Prozent[2]. Die an den Kindern verübten Verbrechen beinhalteten physische Gewalt und Folter, sexuellen Mißbrauch, medizinische Experimente und Sterilisationen, kulturelle "Umerziehung", bis hin zu Mord.

Jetzt ist er vom 19. – 26. April 2010 mit Vorträgen und Filmvorführungen in Deutschland unterwegs.

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Aktuelles FdN Infoheft 51 als Download Drucken E-Mail
Tuesday, 2. February 2010
von FdN   
Unser neues FdN Infoheft Nr. 51 steht ab sofort unter Medien und Dokumente als Download bereit. Die behandelten Themen sind diesmal: Ayoréode in Bolivien, Guarani in Bolivien, Ayoreo in Paraguay, Indianervölker in Peru und die Saami in Finnland. Sie können jedoch das PDF direkt auch hier herunter laden: Infoheft Nr. 51.pdf (2,3 MB)

Update Infoheft:
Unser Übersetzerteam arbeitet daran, dass wir in Zukunft unser Infoheft auch in einer englischen Version anbieten können. Freiwillige Helfer sind weiterhin herzlich willkommen und können uns über unser Kontaktformular mit dem Betreff "Übersetzung" kontaktieren. Danke!
 
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