
FdN/fPcN fertigt Situationsstudien an und veröffentlicht sie; wie über die Adivasi oder die Negritovölker der Allar, Kadar und Kurumba in Indien, die Mani (Sakai) in Südthailand oder die Akha in Nordthailand.
Hierbei arbeiten wir mit anderen Indigenenorganisationen eng zusammen wie mit unserer Schwesterorganisation der Akha Heritage Foundation.
Auf den Philippinen haben wir für die Batak auf Palawan und die Agta auf Luzon Land erworben. In Dipuntian auf Luzon haben wir begonnen, für die dort lebenden Agta eine Stammesschule zu errichten. Gerade sind wir dabei für die Agta von Palanan gemeinsam mit der lokalen Distriktregierung ein neues Projekt zu erarbeiten, das demnächst auf unserer Seite veröffentlicht wird.
Seit den 80er Jahren unterstützen wir ebenso die Aeta, die beim Pinatuboausbruch 1991 den größten Teil ihres Stammeslandes verloren. Momentan unterstützen wir die Aeta mit Wasserbüffeln, um sie von der selbstzerstörerischen Kohlerei weg zu bewegen. Des Weiteren befindet sich eine von Hannes Rücker betreute ökologische Farm für die Aeta seit eingen Jahren im Aufbau.
Unser Mitglied Martin Pachner ist derzeit ständig vor Ort um die Agta und Aeta in ihren Traditionen zu unterstützen. Hannes Rücker war wieder im Jahr 2008 für mehrere Monate vor Ort wie schon die letzten Jahre zuvor. Die letzten Projekt- und Situationsberichte der Beiden finden Sie in den Nachrichten über Asien.
Weitere Infos:
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Dipuntian |
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Wir Freunde der Naturvölker haben mit Spendengeldern in Dipuntian nahe Casiguran an der Nordostküste der philippinischen Hauptinsel Luzon ein wunderschönes Grundstück erworben. Das Land ist 10 Hektar groß, ist
zu über 80% bewaldet, hat einen 90 m hohen Hügel, einen 300 m langen
Strand zur Casiguranbucht hin, einen ausgedehnten Mangrovenwald und ein
schönes Flußufer, das zum Baden einlädt. Auf dem Gelände sind Affen zu
sehen und Wildhühner zu hören. Auffallend sind die Reiher und die
türkisgrünen Eisvögel. Warane und Schildkröten leben im Sumpfwald Es
gibt noch vieles zu entdecken. Das Gelände bietet vielerlei zum Essen.
Es gibt viele Kokospalmen, Fische und Tintenfische in Strandnähe,
Krabben im Fluß, eßbare Farnspitzen und anderes leckeres Gemüse. Die
bereits bestehende kleine Baumschule wird täglich größer.
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Eath Haven |
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Die zukünftige neue Stammesschule für Negritos
Nachdem
die im Jahre 2001 errichtete Stammesschule auf unserem für die Agta
gekauften Land Dipuntian durch einen Taifun 2004 vernichtet worden ist,
entschloss sich FdN ein Ausweichprojekt weit ab der Küstenregion zu
suchen. Weiterhin leben aber in Dipuntian 15 Agta Familien ohne zu
befürchten, vertrieben zu werden.
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Herkunft und Verbreitung der Negritos |
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Wohl keine menschliche Bevölkerung ist so wenig in der
Zivilisationsgesellschaft bekannt geworden, wie die der Negritos. Wenn
überhaupt etwas in früheren Zeiten über diese Menschen bekannt wurde,
dann war es Missachtung und Unkenntnis höchsten Grades. Ein Zeugnis
dafür ist auch die bösartige Formulierung des bekannten englischen
Schriftstellers Conan Doyle: „Ein kleiner schwarzer Mann ... mit einem
großen, missgestalteten Kopf. ... Holmes hatte bereits seinen Revolver
gezogen ... beim Anblick dieser wilden, scheußlichen Kreatur.“
Die Negritos gehören mit den Pygmäen und den khoisansprachigen
Wildbeutern Afrikas (Anm.: auch als Buschmänner bezeichnet) zu den so
genannten Altvölkern. Diese noch existierenden ältesten Völker der Erde
stehen somit der Wiege der Menschheit am nächsten. Sie sind ihren
Stammesgebieten seit vorgeschichtlichen Zeiten treu geblieben und haben
ihre Lebensweise nie entscheidend geändert. Dieser Tatbestand war bis
vor ein oder zwei Generationen für die Negritos bestimmend.
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Situationsbericht Agta Negritos |
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November 2007: Martin Pachner
Philippinen: Bericht Agta Negritos
(sic! Hannes) ist unserer Projektleiter Hannes Rücker
In Calabgan hatte ich dann einen Agta-Guide für die Quirino Provinz
ausfindig gemacht. Traurigerweise wurde der an dem Abend, als wir das
mit ihm besprochen hatten, von einem anderen Agta mit einem Eispickel
umgebracht und weit weg von dem Dorf verscharrt. Blutspuren wurden nahe
des Hauses wo ich übernachtete gefunden. Wir haben aber nichts davon
mitbekommen.
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Wasserbüffel |
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Seit 2003 sind wir auch dabei Wasserbüffel für
die Aeta zu kaufen, damit sie ihre selbst angebauten Produkte direkt
zum Markt in San Marcelino transportieren und dort verkaufen können. Es
soll die Aeta von der selbstzerstörerischen Kohlerei abhalten.
Mittlerweile haben wir weitere Wasserbüffel finanzieren können.
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