| Brasilien: Kayapo rüsten zum Krieg gegen Belo Monte |
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| Friday, 23. April 2010 | |
| von FdN | |
Nach der Versteigerung der Lizenzen für den Bau des umstrittenen
Wasserkraftwerks Belo Monte am 20. April, haben die Kayapo am Amazonas
den Kriegszustand erklärt. Entgegen mehrerer Gerichtsbeschlüsse und
massiven internationalen Protesten war von der brasilianischen
Regierung Lula die Versteigerung durchgedrückt worden. Mit dem Bau des
Wasserkraftwerks würden die Lebensgrundlagen mehrerer indigener Völker
am Xingu-Fluss vernichtet. Luis Xipaya, ein indianischer Führer,
warnte: „Es wird ein Blutvergießen geben und die brasilianische
Regierung wird dafür die Verantwortung übernehmen müssen.“ (Foto: Verena Glass) Über 500 Indigene und Umweltschützer hatten während der Versteigerung der Bauaufträge vor der nationalen Energiebehörde in Brasiliens Hauptstadt protestiert. Der Kayapo Anführer im Kampf gegen die Aufstauung des Flusses, Raoni Metuktire, sagte: „Ich denke, dass heute der Krieg wieder begonnen hat und die Indianer gezwungen sind den Weißen Mann erneut zu töten damit er unser Land verlässt. Der Weiße Mann will zu viel, unser Wasser und unser Land. Es wird einen Krieg geben damit er nicht mehr in unser Land eingreifen kann.“Zu den Gegnern des Staudamms zählt auch Avatar's Direktor James Cameron, der erst kürzlich die Indigenen am Xingu besucht hatte: „Der Damm ist eine ökologische Katastrophe und es gibt Alternativen.“ Inzwischen machen sich 150 Kayapo Indianer auf dem Weg zu der Stelle an der Belo Monte errichtet werden soll um ein Widerstandscamp aufzubauen. „Die Boote sind abfahrbereit und wir wollen ein permanentes Dorf aufbauen, das so lange bestehen bleibt bis das Projekt vom Tisch ist“, fügte Xipaya hinzu. Bis Ende des Monats sollen 500 Indianer die geplante Baustelle besetzen. Das Ziel sind 1000 Indianer. Der Kayapo Indianer Raoni Metuktire, der bereits in den 80er und 90er Jahren mit dem Sänger Sting gegen die Staudammpläne auf Tour war, erklärte weiter: „Unsere Männer machen ihre Bögen und Pfeile bereit um gegen den Damm in den Kampf zu ziehen.“ Alle sind dringend aufgefordert sich der weltweiten Protestbewegung von Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen für den endgültigen Stopp der Belo Monte Staudammpläne anzuschließen und eine entsprechende Petition zu unterschreiben! SOS Xingu: http://www.belomonte.org/petition/ |
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Nach der Versteigerung der Lizenzen für den Bau des umstrittenen
Wasserkraftwerks Belo Monte am 20. April, haben die Kayapo am Amazonas
den Kriegszustand erklärt. Entgegen mehrerer Gerichtsbeschlüsse und
massiven internationalen Protesten war von der brasilianischen
Regierung Lula die Versteigerung durchgedrückt worden. Mit dem Bau des
Wasserkraftwerks würden die Lebensgrundlagen mehrerer indigener Völker
am Xingu-Fluss vernichtet. Luis Xipaya, ein indianischer Führer,
warnte: „Es wird ein Blutvergießen geben und die brasilianische
Regierung wird dafür die Verantwortung übernehmen müssen.“
(Foto: Verena Glass) Über 500 Indigene und Umweltschützer hatten während der Versteigerung der Bauaufträge vor der nationalen Energiebehörde in Brasiliens Hauptstadt protestiert. Der Kayapo Anführer im Kampf gegen die Aufstauung des Flusses, Raoni Metuktire, sagte: „Ich denke, dass heute der Krieg wieder begonnen hat und die Indianer gezwungen sind den Weißen Mann erneut zu töten damit er unser Land verlässt. Der Weiße Mann will zu viel, unser Wasser und unser Land. Es wird einen Krieg geben damit er nicht mehr in unser Land eingreifen kann.“