| Kenia: Ogiek kämpfen weiter für Bleiberecht im Mau Wald |
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| Wednesday, 14. July 2010 | |
| von FdN | |
Aufgrund der legalen und illegalen Besiedlung des Mau Waldes durch zig
Tausende Bantus in den letzten Jahrzehnten, der Umwandlung riesiger
Waldgebiete in Weide- und Ackerland trocknen nun immer mehr Flüsse aus,
wird das Wasser knapp in Kenia. Diese Bedrohung führte im November 2009
dazu, dass Kenias Regierung begann, die Menschen zwangsweise aus dem Mau
Wald umzusiedeln. Umstritten ist bislang wie mit den Ogiek zu verfahren
ist. Noch dürfen sie bleiben. Das Jäger- und Sammlervolk der Ogiek lebt
seit undenklichen Zeiten in und um den Mau Wald, der sich 150 bis 250
km nordwestlich der Hauptstadt Nairobi erstreckt. Die Ogiek wollen nun
durch eine Erfassung ihrer Siedlungsgebiete und Registrierung ihrer
Mitglieder weitere Voraussetzungen für ihr Bleiberecht bzw. teilweise
Rücksiedlung in den Mau Wald schaffen.Der Ältestenrat der Gemeinde sagte am Montag, dass sie besonders von im Parlament hervorgebrachten Aussagen des Abgeordneten Kurresoi Zakayo Cheruiyot und seinem Naivasha-Kollegen John Mututho beunruhigt seien. Diese Abgeordneten sprachen sich gegen die koordinierte Erfassung des Ogiek-Volkes aus, um sie wieder im Wald anzusiedeln, der seit jeher ihre Heimat ist. Laut dem Gesetzgeber gäbe es gar keine echten Ogieks. „Die Regierung versucht Ogiek zu erschaffen, wo es gar keine gibt,“ sagte Mututho. Samuel Towet, Vorsitzender des Ogiek Ältestenrats, sagte, der Gesetzgeber wolle Verwirrung bei der Erfassung der Gemeindemitglieder schaffen und somit die Rücksiedelung scheitern lassen. „Es ist bedauernswert, dass manche Abgeordneten durch ihre Aussagen das Angebot der Regierung behindern, den Mau-Wald wieder aufzuforsten,“ sagte Towet. Das Mau Wiedereingliederungs-Sekretariat hat 20 Ogiek-Koodinatoren eingestellt und beherbergt weitere sieben Mitglieder der Gemeinschaft um festzustellen, wo genau die Ogiek leben. Am Montag bezichtigte Towet, in Begleitung von den Beratern Johnson Meopi des Marioshoni-Bezirks und David Sitienei (Tinet), die beiden Abgeordneten der Heuchelei. „Manche Abgeordneten, die lediglich heiße Luft schlagen, werden nun als Wohltäter für den Mau-Wald gehandelt, stiften aber Verwirrung und Unruhe vor der Registrierung des Ogiek-Volkes, die bereits nächste Woche starten soll,“ so der Ratsvorsitzende. Towet, der ebenfalls Vorsitzender des Unterkomitees für Angelegenheiten der Ogiek beim Mau-Sekretariat ist, sagte, dass der Naivasha-Abgeordnete Mututho der Letzte sein sollte, der sich negativ über die Gemeinschaft äußert, da „wir wissen, dass er in Marioshoni geboren wurde und daher die Gemeinschaft eigentlich besser kennen sollte.“ „Herr Mututho sollte an vorderster Front für die Rechte seiner Gemeinschaft kämpfen. Sollten wir einen Wahlleiter für die Zählung der ethnischen Mitglieder der Ogiek wählen, würden wir ihn sehr empfehlen, da er die Region gut kennt.“ Die Zählung der Gemeindemitglieder, die rund um den Mau-Wald leben, soll in den Bezirken Molo, Naivasha, Kuresoi, Süd-Narok, Nord-Narok, Kipkelion, Koibatek, Süd-Eldoret und Ost-Nandi stattfinden. Mindestens 30.000 Mitglieder der Gemeinde leben in den 10 Bezirken, die der Mau-Wald durchschneidet. |
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Aufgrund der legalen und illegalen Besiedlung des Mau Waldes durch zig
Tausende Bantus in den letzten Jahrzehnten, der Umwandlung riesiger
Waldgebiete in Weide- und Ackerland trocknen nun immer mehr Flüsse aus,
wird das Wasser knapp in Kenia. Diese Bedrohung führte im November 2009
dazu, dass Kenias Regierung begann, die Menschen zwangsweise aus dem Mau
Wald umzusiedeln. Umstritten ist bislang wie mit den Ogiek zu verfahren
ist. Noch dürfen sie bleiben. Das Jäger- und Sammlervolk der Ogiek lebt
seit undenklichen Zeiten in und um den Mau Wald, der sich 150 bis 250
km nordwestlich der Hauptstadt Nairobi erstreckt. Die Ogiek wollen nun
durch eine Erfassung ihrer Siedlungsgebiete und Registrierung ihrer
Mitglieder weitere Voraussetzungen für ihr Bleiberecht bzw. teilweise
Rücksiedlung in den Mau Wald schaffen.