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Aktuelles Thema Brasilien: Kayapo rüsten zum Krieg gegen Belo Monte

Nach der Versteigerung der Lizenzen für den Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Belo Monte am 20. April, haben die Kayapo am Amazonas den Kriegszustand erklärt. Entgegen mehrerer Gerichtsbeschlüsse und massiven internationalen Protesten war von der brasilianischen Regierung Lula die Versteigerung durchgedrückt worden. Mit dem Bau des Wasserkraftwerks würden die Lebensgrundlagen mehrerer indigener Völker am Xingu-Fluss vernichtet. Luis Xipaya, ein indianischer Führer, warnte: „Es wird ein Blutvergießen geben und die brasilianische Regierung wird dafür die Verantwortung übernehmen müssen.“

Alle sind dringend aufgefordert sich der weltweiten Protestbewegung von Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen für den endgültigen Stopp der Belo Monte Staudammpläne anzuschließen und eine entsprechende Petition zu unterschreiben! SOS Xingu: http://www.belomonte.org/petition/

 
Neuer fPcN Film beim NAIFF und Matsalu Filmfestival nominiert Drucken E-Mail
Wednesday, 8. September 2010
von FdN   
ImageDer neue fPcN Film "Conservation Refugees - Expelled from Paradise" wurde für das internationale Filmfestival NAIFF in Brno/Tschechien (24. bis 25.09.2010) nominiert und wird dort erstmals am 24.09.2010 um 19 Uhr öffentlich gezeigt. Danach findet eine Diskussionsrunde mit dem Filmemacher Steffen Keulig statt. Das Filmfestival wird von unserer Schwesterorganisation UWIP organisiert und fand bereits im letzten Jahr weltweit großen Anklang.

Zusätzlich ist der Film beim Matsalu Nature Film Festival in Estland nominiert worden. Er wird dort am 17. September um 13 Uhr aufgeführt.

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West Papua: Der Kampf Papuas tritt in eine neue Phase Drucken E-Mail
Wednesday, 18. August 2010
von FdN   
ImageDie Papua Bewegung agiert mit einer neue strategischen Reife in ihrem Streben nach Autonomie, sagt Jason McLeod. Protest in Papua ist nichts neues. Seit Suharto vor mehr als 12 Jahren gestürzt wurde, gibt es jede Woche Demonstrationen in Jayapura und anderen Städten in Indonesiens unruhigen Pazifischen Außenregionen. Es gibt kein Recht auf freie Meinungsäußerung in West Papua. Studenten gehen auf die Straße, und die Polizei verhaftet oder verprügelt sie. Oft machen sie beides, füllen die Gefängnisse mit politischen Gefangenen, deren einziges Vergehen der gewaltlose Protest ist. Aber dieses Mal scheinen die Dinge anders. Studenten sind nicht die einzigen, die demonstrieren. Pastoren und NGO Mitarbeiter, die sich sonst eher zögerlich in Massenaktionen involvieren lassen, schließen sich ihnen an. Die Einwohner Papuas sprechen über ein neues Gefühl in der Bewegung. Sogar verschiedene konkurrierende zivile Widerstandsgruppen (das Papuan Presidium Counsil PDP, die West Papua National Authority WPNA, und die West Papua National Coalition for Liberation WPNCL) arbeiten zusammen auf dasselbe Ziel zu: die Ablehnung des Speziellen Autonomiegesetztes, gemeinhin bekannt als Otsus, ein Paket des Finanzwesens, der Gesetzgebung und Politik, eingeführt im Jahr 2001 um Papuas Forderungen nach Unabhängigkeit von Indonesien zu unterdrücken.

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Selbstbestimmung zu begrenzen, ist ein aussichtsloser Kampf Drucken E-Mail
Tuesday, 17. August 2010
von FdN   
ImageBis jetzt ist eine Woche vergangen, ohne dass die Katastrophe eingetreten ist. Eine Woche, seit der Internationale Gerichtshof urteilte, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo aus dem Jahr 2008 nicht gegen internationales Recht verstößt – eine Entscheidung, von der erwartet hätte werden können, dass sie die Schleusentore für die zahlreichen unterdrückten Völker öffnet, die gerne ihren eigenen Staat gründen würden.
Vermutlich die Mehrzahl der weltweit real und potentiell bewaffneten Konflikte dreht sich um die Frage der Selbstbestimmung, was es umso bemerkenswerter macht, dass die Frage hinter dem Kosovo-Konflikt noch nie vor Gericht behandelt wurde – trotz der Tatsache, dass die Unterstützung zur Unabhängigkeit eine der Gründungsprinzipien der UN Charta ist. Dieser Fall wurde durch die UN Generalversammlung vor Gericht gebracht, auf Antrag Serbiens, das Anspruch auf den Kosovo erhebt und auf ein Urteil gehofft hat, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung für illegal erklärt. Obwohl die Entscheidung letzte Woche einige Beachtung in den Medien erhielt, lohnt es sich durchaus, das Urteil in seiner vollen Version zu lesen, um zu erfahren, warum diese Hoffnung enttäuscht wurde, und auch die Auswirkungen dieser Entscheidung relativ bescheiden zu sein scheinen.

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Brasilien: Gewalt gegen indigene Bevölkerung alarmierend Drucken E-Mail
Tuesday, 10. August 2010
von CIMI   
Image60 Morde, 19 Selbstmorde, 16 Mordversuche sind nur ein Teil der Auflistung des Indianermissionsrates (CIMI). Insgesamt gibt es kaum Abweichungen zu 2008 und es trifft die indigene Bevölkerung in allen Landesteilen. Am 9. Juli präsentiert CIMI den alarmierenden Bericht auf der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB), vorgetragen durch den Generalsekretär Dom Dimas Lara, der Koordinatorin Lucia Helena Rangel – Ph.D. Antthoropologin vom PUC Sao Paulo, CIMI-Präsident Bischof Erwin Kräutler, CIMI-VizePräsident Roberto Antonio Liebgott.

Arten der Gewalt
Roberto A. Liebgott, Vizepräsident CIMI sagte, der Bericht belege „das Nichthandeln als politische Option der förderalen Regierung im Verhältniß zur indigenen Bevölkerung“. Die verschiedenen Formen der Gewalt, wie die Nicht-Gebietsdemarkierung, der Aushöhlung des Schutzes indigener Gebiete, der Vernachlässigung von Gesundheit und Bildung; Angriffe auf Lager und Dörfer im Bereich von Straßen, aber auch gegen in Isolation lebenden Gruppen; das Foltern durch Offiziere der Bundespolizei sowie Suizide und weitere Gewalttaten.

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Chile: Politische Häftlinge der Mapuche im Hungerstreik Drucken E-Mail
Thursday, 5. August 2010
von FdN   
ImageSeit drei Wochen stehen mehr als 20 politische Häftlinge der Mapuche-Indianer in Chile im Hungerstreik. Sie fordern die sofortige Freilassung aller politischen Mapuche-Gefangenen, die Abschaffung der Militärgerichte und Anti-Terror-Gesetze, die noch aus der Zeit des Diktators Pinochet stammen. Der Hungerstreik begann am 12. Juli 2010 mit fünf Häftlingen im El Manzano Gefängnis in Conception und 13 weiteren im Zuchthaus von Temuco. Die Gruppe repräsentiert damit etwa ein Drittel aller Mapuche, die aufgrund der berüchtigten Anti-Terror-Gesetze in Chile inhaftiert sind. Laut dem Women’s Coordinating Committee Chile-Canada (WCCC) haben sich mehrere Mapuche Gemeinschaften mit den in Hungerstreik befindlichen Häftlingen solidarisiert, u.a. aus Rankilko, Newen Mapu und Juana Millahual.

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PNG: Ureinwohner werden Ihrer Landrechte beraubt Drucken E-Mail
Monday, 19. July 2010
von FdN   
ImageIndigene Landbesitzer sind von der Regierung Papua Neu Guineas (PNG) ihrer von der Verfassung geschützten Landrechte beraubt worden. Ohne Warnung oder Rücksprache hat die Regierung von PNG am 27. Mai 2010 ein Notstandsgesetz erlassen, dass die verfassungsmäßigen Rechte aller Landbesitzer in PNG auflöst, einschließlich des Rechts der Ureinwohner Land zu besitzen, Rohstoffprojekte vor Gericht anzufechten und eine Form der Kompensation für Umweltschäden zu erhalten. Die treibende Kraft hinter dieser Gesetzgebung und ihrer Geheimhaltung war das “Nationale Interesse”, dass nämlich große Minen- und Ölprojekte im Interesse der Wirtschaft nicht behindert werden (so auch im Vorwort des Textes). Auslöser des Gesetzes ist ein aktuelles Minenprojekt Chinesischer Investoren in der Provinz Madang, das jetzt sogar die offizielle Erlaubnis erhielt, seinen Abfall einfach im Meer zu versenken. Ein offizieller Regierungsbericht bestätigt, dass sich der Müll, entgegen der von chinesischer Seite verbreiteten Informationen, weit über die betroffenen Meeresgebiete verteilen wird. Der Widerstand der lokalen indigenen Landbesitzer ist entsprechend groß.

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FdN Reisen

Ulli Barthel: Seit März zurück von den Aeta und Agta Negritos aus den Philippinen
Georg Roloff/Steffen Keulig: Seit Januar 2010 zurück von den Pygmäen in der DR Kongo und von den Ogiek aus Kenia
Hannes Rücker: Seit April 2009 zurück von den Aeta und Agta aus den Philippinen
Ricardo John: Seit September 2009 zurück von den Ayoreos aus Paraguay

Steffen Keulig: Ab August bei den Ogiek und Turkana in Kenia
Martin Pachner:
Ständig bei Aeta und Agta Negritos auf den Philippinen

Julian Bauer: Zurzeit bei den Ogiek in Kenia und Hadzabe in Tansania

Die Reisekosten werden nicht von Spenden finanziert, sondern von den jeweiligen FdN Feldforschern selbst!
 

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